Media

Blogs

More Blogs

Broadcast

Presentations

Newspapers

ars_sueddeutsche_140909

"Linzer Schnitte"

Süddeutsche Zeitung
9. September 2014
Download (PDF)

FAQ English

FAQ German

1. Können Sie uns die Idee hinter der Gesichts-Kartografie und wie Sie auf diese Idee gekommen sind, erklären?

Meine Karriere als Fotograf startete ich in den 1980er Jahren als Reporter in New York. Damals waren grosse Porträtinszenierungen en vogue. Die Arbeiten von Annie Leibovitz fürs Rolling Stone-Magazin beeinflussten mich stark, zugleich faszinierten mich aber auch die Altmeister der dokumentarischen Portraitfotografie: Pen, Avedon und vor allem das epochale Werk «Menschen des 20. Jahrhunderts» von Sanders. Ich stellte mir damals zum ersten Mal die Frage: Wie muss man die Menschen des 21. Jahrhunderts dokumentieren, damit die Menschen im 22. Jahrhundert einen Eindruck bekommen, was uns bewegt hat?

Die zündende Idee hatte ich erst Jahre später. Nach einem schweren Mountainbike-Unfall landete mit gebrochenem Rücken im Spital (nur dank Glück bin ich heute nicht querschnittsgelähmt). Die Ärzte schoben mich in die Computer-Tomographie-Röhre. 45 Minuten lang durfte ich mich nicht bewegen, während sich die Maschine ein genaues Bild von mir verschaffte. Dank der CT-Aufnahmen konnte später ein Operationsroboter acht Titanschrauben millimetergenau in die zerschmetterten Lendenwirbel einsetzen – präziser, als das ein Mensch hätte tun können. Das war die Geburtsstunde des Konzepts «The Machine View», auf dem die Methode «Robophot» baut und aus dem sich das Projekt «Face Cartography» herauskristallisierte: Ich wollte mich als Fotograf durch eine Maschine ersetzen, meine subjektive Betrachtung durch eine objektive, analoge Fotos durch digitale, reale Porträts durch virtuelle, wenige Pixel durch viele.

Die Frage, die mich dabei am meisten interessiert: Merken die Menschen, die eines «meiner» Porträts betrachten, den Schwindel – und wenn ja, bewusst oder instinktiv? Eigentlich sollten ihre Augen und ihr Verstand geschult sein: Täglich betrachten sie Bilder aus der Werbeindustrie, sie alle sind manipuliert – retouchiert, geschönt, verzerrt, optimiert. Was also passiert, wenn sie vor einem 900 Millionen Pixel grossen Porträt stehen? Denn ein kartographiertes Gesicht kann ganz schön irritierend und verstörend wirken... Erstens transportiert es keine Emotionen. Das Porträt besteht aus 600 Einzelfotos, die mein Roboter innerhalb von 20 Minuten geschossen hat. Zweitens verliert das Bild nicht an Schärfe, wenn man näher herantritt, im Gegenteil, es offenbaren sich immer mehr Details, schonungslos und ungeschönt. Beim Betrachter entsteht nun ein innerer Konflikt: Der Instinkt sagt dem Verstand, dass etwas nicht stimmen kann, der Verstand aber hält das Porträt wegen der Detailschärfe für echt. Mit «Face Cartography» kann ich den iur stabil bleibt. Die kurze Abrennzeit des Blitzes hilft, das Bild verwackelungsfrei fest zu halten.

Um die Bilder vergrössern zu können testete ich eine ganze Reihe von Drucksystemen und fand dann im Lambda Printer die beste Lösung für meine Ansprüche. Ein Laser belichtet das Fotopapier, das anschliessend mit Fotochemikalien entwickelt wird. Bei den Tintenstrahldruckern konnte keiner die geforderte Qualität liefern. Die einzige Beschränkung des Lamda Druckers ist die Grösse. Bei 180cm ist Schluss. Und es gibt nur noch etwa zehn Stück davon auf der Welt.

 

 3) Wie fühlen sich die Menschen, wenn sie so oft fotografiert werden?  Schliesslich müssen sie lange ruhig sitzen. Ist das einschüchternd?  Haben sie Angst, dass die Bilder zu viele Informationen über ihr Gesicht verraten? 

Das ist tatsächlich für manche Personen einschüchternd. Es gibt solche, die glauben, dass die Maschine ihre Seele langsam auffrisst und die Informationen darüber in einem Computer speichert. Jemand, der sich von RobotPhot ablichten lässt benötigt viel Selbstvertrauen. Die Linse der Kamera bewegt sich sehr nahe am Gesicht. Mich überrascht die Furchtlosigkeit der Menschen immer wieder und genauso ihr Vertrauen, dass sie einer Technologie entgegenbringen, die sie letztlich nicht kennen. Aus Sicherheitsgründen arbeite ich mit einem «dead-man's safety system». Während der gesamten Prozedur muss ich einen Knopf drücken. Das gesamte System stoppt sofort, wenn ich ihn loslasse. Ich rede konstant mit meinem Gegenüber und erkläre ihnen Schritt für Schritt was ich auf meinen Monitoren sehe.

Der fotografische Prozess ist für mich wie das Kreisen mit einem Helikopter über einer Landschaft. Ich entdecke dabei so viele Dinge im Gesicht,  die ich bei einer normalen Begegnung niemals sehen könnte. Manche meinen nach der Fotosession, dass es wie Meditation sei und dass sie ihr eigenes Gesicht mit einem inneren Auge sehen konnten. Andere schliessen die Augen, während der Roboter über die tieferen Partien ihres Gesichtes fährt. Manchmal ist es schwierig, dass die Leute ihre natürlichen Spannung zu halten und nicht zusammensacken.

Die Allermeisten finden es eine spannendes Erlebnis, sich von einem Roboter fotografieren zu lassen, der im normalen Leben Autos baut. Und sie schätzen es danach, ihr Gesicht in einer Grösse und Auflösung zu entdecken, wie sie es vorher noch nie konnten. Die Bilder sind nur an der Oberfläche intim.  Das Gesicht wird zu einem neutralen Icon oder einer Skulptur, die letztendlich nichts über den Charakter verrät.

 

4) Beschäftigen Sie sich auch mit klassischer Porträtfotografie? Worin unterscheiden sich eigentlich die beiden Porträtarten?

Mit der klassischen Porträtfotografie kann ich in einem Bild eine Geschichte erzählen, ich trete in einen Dialog mit meinem Gegenüber. Ich kann den Porträtierten in einer Situation fotografieren, die ich schaffe und kann so Ideen verdichten und visualisieren.  Der Nachteil ist, dass bei der klassischen Porträtfotografie immer ein gewisser Stress herrscht,  da du als Fotograf nie sicher bist, ob du den richtigen Weg gefunden hast.

Gesichts-Kartografie eine andere Welt. Das Fotografieren mittels RoboPhot ist für mich ohne Anstrengung. Ich bin nur der Operator, der die Landschaft eines Gesichtes als Einheit dokumentiert.

Es ist ein brutal ehrlicher Weg in der Porträtfotografie. Es gibt nichts zu verstecken, nichts zu täuschen, nichts zu beschönigen. Das Licht ist klinisch hell und lässt keinen Spielraum zu. Jeder Porträtierte wird von der Maschine genau gleich  behandelt.

Bei einem traditionellen Porträt versucht der Porträtierte mit seinen Posen Botschaften zu vermitteln. Der Fotograf interpretiert diesen Gesichtsausdruck mit Licht und dem Aufnahmewinkel. Das Resultat ist eine Momentaufnahme des Dialogs zwischen zwei Personen, gebannt auf ein Bild. Der Zeithorizont der Gesicht-Kartografie ist zwanzig Minuten mit 600 Auslösern. Viel zu lang um etwas vorzutäuschen. Mit der Gesicht-Kartografie wird ein archetypisches Abbild erfasst, die re

nütze einen alten Coiffeurstuhl. So kann ine Landschaft eines Gesichtes, ein neutrales, hoch aufgelöstes Dokument. 

 

5) Sie fotografieren auch Insekten. Was bringt Sie dazu hier den RobotPhot einzusetzen?

Gesicht-Kartografie ist eine künstlerische und philosophische Annäherung an das, was RoboPhot abbildet. Die fotografische Dokumentation von Insekten und Gemälden ist eine technische Anwendung des kartografischen Prozesses. Mich fasziniert das reinzoomen von der grossen Totalen bis ins kleinste Detail, zum Beispiel zu den Tentakeln eines Insektes oder der Pinselstruktur in einem Gemälde. Diese Details erscheinen auf dem Schirm 20 mal vergrössert. Das macht mehr sichtbar als bei einer normalen Betrachtung ohne Mikroskop. Es ist beeindruckend wie schnell wir uns durch riesige Datenmengen bewegen können.

Es gibt viele Sammlungen von Gemälden, Stichen oder historischen Kostbarkeiten, die in irgendwelchen Archiven vor den Augen der Öffentlichkeit versteckt sind. Es ist ein Traum von mir alle diese versteckten Schätze für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Es ist wie mit Google Earth, mit dem man die ganze Welt vom Computer aus entdecken kann.  Aber RoboPhot beginnt mit der Entdeckungsreise wo Google Earth stoppt.

Der entscheidende Vorteil von RoboPhot ist der berührungslose Scanvorgang, welcher es erlaubt grosse Flächen zu dokumentieren ohne sie berühren zu müssen.

6) Gibt es noch andere Anwendungsgebiete für das Projekt Gesicht-Kartografie?

Zumindest in meinem Kopf gibt es fast unendlich viele. Aber als erstes möchte ich zehn meiner 2x2 Meter Mega-Porträts ausstellen. Die Besucher sollen die Ausstellung mit Gänsehaut verlassen, ohne genau zu wissen warum. Das möchte ich gerne.

Dann würde ich gerne um die Welt reisen und die  «Gesichter des 21. Jahrhunderts» mit RoboPhot kartographieren. Ähnlich wie es Sanders machte.

Und last, aber not least, möchte ich gerne genetische Daten mit der Gesicht-Kartografie kombinieren. Aber dahin ist noch ein weiter Weg.

 

1             CV Daniel Boschung

Daniel Boschung (1959) ist Schweizer, spezialisiert auf Werbe- und Porträtfotografie. Seine Bilder sind in internationalen Magazinen und Zeitungen wie Time Magazine, Newsweek oder Geo Saison erschienen. In der Werbung zeichnet er für verschiedene Schweizer Kampagnen verantwortlich. Daniel Boschung lebt in der Nähe von Zürich.

 

www.danielboschung.com 

 

 

 

 

 

a name="_Toc383243292"> To me, my mega-portraits are a metaphor of our times – driven by big data and machines such as smartphones, computers, and servers creating a world we perceive as real even though it is highly artificial.

2) What is the greatest challenge for creating a Face Cartography portrait?

There are numerous challenges. People have to sit more or less still for 30 minutes. That is why I use an old barber chair where I can fixate the head of the model. Because we are working in the field of macro photography you have only two to three millimeters depth of field. To overcome this problem/ handicap I shoot many pictures at different focus levels which are stacked in the postproduction to one picture, which has a depth of field of about 30 millimeters. Because the robot does not move around the nodal point you have parallax problems (seeing things from different angles depending on the moving viewpoint) and a mosaic pattern of pictures which normal settings in stitching software do not handle.

The biggest challenge was to create a software interface that enables me to guide the robot from my computer. Robots are good workers but quite dumb. The robot shoots in a cadence of one picture per two second. That means: every two second 25 MB are flowing to your system. For this you need a fast computer, because every picture is named on the fly with its exact position and placed in the appropriate folder. This software was written exclusively for this project.

Another huge problem was the flash generator. In the beginning of the project I had to cool flash heads with ice because of the high frequencies and short loading cycles. Luckily, the Scoro S 32000 RFS 2 from broncolor

nneren Dialog fördern und so die Grenze zwischen Realität und Virtualität fühlbar machen. Die Mega-Porträts sind auch eine Metapher für die heutige Zeit, die geprägt ist von Bigdata und von Maschinen wie Smartphones, Computern und Servern, die eine neue Welt erschaffen, die wir Mensch solved this problem. It is one of the very few flash generators able to cope with these extraordinary demands. It also has a short flash frequency which helps to freeze the image and keeps the color temperature very stable.

Printing the images is another challenge. I tested a lot of printing systems. I found that a Lamda Printer best fits my needs. A laser is exposing photographic paper which is then developed in chemicals. I could not find an inkjet printer which delivered the same quality and feeling of depth. The limitation with the Lambda is the size which stops at 180cm and there are only about 10 printers of that size worldwide.

     

3) How do your subjects feel about being photographed so many times by your RoboPhot device? Is it intimidating to them? Do they worry the photos will reveal too much information about their face?

Some people think the machine is eating their soul step by step and transfers the information in the computer. A person who sits on the RoboPhot chair has to be quite self-confident and has to trust me. The front of the lens moves very close in front of their face. I am always surprised how fearless people are and how they trust a technology they do not know. For safety reasons I am working with a dead-man's safety system. During the whole process, I have to hold down a button. The entire system stops immediately, as soon as I let go. I talk constantly to the person and explain them every little step which comes and what I can see on my monitors. For me it is like flying with a helicopter over a landscape. I discover so many details I never would be aware in a normal encounter with the person. Many persons say after the sessions: "It is like meditation. I could see my face with my inner eye." Many people close the eyes when the robot moves over other parts of their lower face. I have to be careful that they do not lose their normal tension, which leads to small movement of the whole body. There are of course persons, who do not want to be cartographed by RoboPhot. They do not want to see themselves so close and with so much detail. But for most people the process being photographed by a robot, which normally builds cars, is a great and lasting experience. They enjoy discovering their face in a size and resolution they have never seen before. The pictures are only intimidating on the surface. The face becomes a neutral icon or a sculpture of the person’s face, which does not reveal anything about the person’s character.   

4) Do you also do traditional photo portraits? How do you feel traditional portraiture differs from Face Cartography?

Yes I do. And love to tell whole stories with one picture, to talk with people and inventing situations to condense ideas. But you work always under pressure, because you never know, if you are on the right path.</p

ich den Kopf des Models fixieren. Da ich in einem fotografischen Makrobereich arbeite, stehen mir nur rund drei Millimete>

Face Cartography is a totally different world. Shooting with RoboPhot is stress free for me, because I am just the operator, who is documenting a landscape of a face with a device.

It is a brutally honest way to shoot portraits. There is no cheating, no hiding or pretending. The light is clinically bright with no interpretation. Every person is treated the same way by the machine.

In traditional portrait sessions people try to pose and to send emotions/messages with their face expression. Photographers try to interpret with light and shooting angles. The result is a short very short moment of a dialog between two persons captured on an image. The time frame at Face Cartography is 20 minutes and takes 600 shots. Far too long, for pretending. The person has to strip their mask of facial movements. With Face Cartogaphy the archetypal portrait of a person is captured. It is the pure landscape of a face. A neutral, high resolution document.

5) You also photograph insects. What appeals to you about capturing an insect photo using RoboPhot?

Face cartography is the artistic and philosophical approach to use the devise RoboPhot. Documenting insects and paintings is the technical application of the cartography process. I am fascinated to zoom in from a big overview to the smallest details like the tentacles of insects or the brush stroke on a painting. These details appear 20 times magnified on your screen. You see more than in real life without the need for a microscope. It is impressive how fast you can go through gigabytes of data.

There are many collections of paintings, engravings or other historical valuables which are hidden in archives and not accessible to the public. It is one of my dreams to make all these wonderful collections accessible. It is like with Google earth where you can explore the whole world on your computer. But RoboPhot starts discovering the world, where Google Earth stops.  

The big advantage of RoboPhot is the removed scanning process which allows you to document large areas without touching or moving the subject.

6) Do you have other plans for your Face Cartography project? If so, what are they?

There are many projects in my head. But first I would like to have an exhibition showing 10 of the 2x2 meter mega-portraits. The goal is to have people leaving the room with Goosebumps without knowing why.

Than I would like to embark on a journey "People, of the 21th Century" like Sanders did.  For this I would like to travel around the world and install my mobile RoboPhot on location.

Another project is to combine data from genetic sequencing with face cartography. But this is another story.

CV Daniel Boschung

Daniel Boschung (1959) is a Swiss advertising and reportage photographer. He published his pictures in international magazines and newspapers like Time Magazine, Newsweek, or Geo Saison. In the advertising field he created many Swiss campaigns. He is living near Zurich in Switzerland. 

www.danielboschung.com

FAQ French

C'est l' interview de Focus Numerique  par Arthur Azoulay

Daniel Bosc

en als wirklich empfinden, obwohl sie künstlich ist. 

 

2) Wo liegen die grössten Herausforderungen beim Schaffen eines Gesichts-Kartografie-Porträts?

Deren sind viele. Die Porträtierten müssen mehr als eine halbe Stunde stillsitzen. Ich behung a conçu une solution de reproduction photographique robotisée : RoboPhot. Son système repose sur la combinaison de plusieurs photos pour créer des visuels en ultra haute définition. 

[1]

Focus Numérique – Daniel, pouvez-vous vous présenter ?

D.B. – Daniel Boschung (1959), je suis un photographe de publicité et de reportage suisse. Mon travail a été publié dans des magazines internationaux comme Time MagazineNewsweek ou Geo Saison. J'ai réalisé de nombreuses campagnes de publicité en Suisse. Je vis à Zurich.

[2]

Focus Numérique – Vous avez développé un système de reproduction en ultra haute définition à l'aide d'un bras robotisé et d'un reflex en macro. Comment est née cette idée ?

D.B. – J'ai toujours voulu dépasser les limites de la taille du capteur de mon appareil photo. Du temps de l'argentique, il suffisait d'opter pour un appareil avec une plus grande taille de film pour obtenir une meilleure résolution. Il a fallu un sérieux accident de VTT pour enfin trouver l'idée. J'étais à l'hôpital avec le dos cassé. J'ai eu beaucoup de chance de ne pas rester paralysé. Les médecins m'ont fait une IRM. Je n'avais pas le droit de bouger afin que l'appareil puisse obtenir une image de mon bas dos tranche par tranche. Ce scanner a ensuite guidé un robot pour qu'il m'installe 8 vis en titane dans l'une de mes vertèbres avec une précision qui dépasse ce qu'un humain aurait pu faire. Cette expérience a donné naissance au concept RoboPhot.

Robophot

[3]

Focus Numérique – Pouvez-vous nous expliquer ce concept ?

D.B. – RoboPhot est un bras robotisé, généralement utilisé dans l'industrie d'assemblage automobile. Il est associé à un Canon EOS 5D Mark II et un 180 mm macro. Tous les mouvements sont contrôlés par ordinateur. Le système capture des centaines d'images de tous les détails du sujet grâce à un logiciel spécialement développé.

Robophot

[4]

Focus Numérique %

r Tiefenschärfe zur Verfügung. Um diesen Nachteil zu überwinden, schiesse ich zahlreiche einzelne Bilder mit unterschiedlichen Fokuspunkten. Erst in der Postproduktion werden diese Bilder zu einem einzigen zusammengesetzt. So komme ich auf eine Tiefenschärfe von 30 Millimetern und mehr.

Da die Kamera sich nicht um einen fixen Punkt dreht, entstehen parallaxen Probleme (Wahrnehmung aus verschiedenen Blickwinkeln, je nach Verschiebung des Betrachters). Das daraus entstehende Bildermosaik lässt sich mit den herkömmlichen Einstellungen der Stitchingsoftware nicht bewerkstelligen.

Die grösste Herausforderung war die Progamierung einer Software, mit der man den Roboter vom Computer aus steuern kann. Roboter sind gute Arbeiter, aber sie denken nicht selber. Der Roboter fotografiert mit einer Kadenz von einem Bild pro zwei Sekunden. 25 Megabite müssen so alle zwei Sekunden übertragen werden. Da ist ein sehr schneller Computer vonnöten. Jedes Bild bekommt einen Namen mit der exakten Positionsbezeichnung und wird automatisch in den passenden Ordner abgelegt. Die Software wurde speziell für dieses Projekt entwickelt.

Zusätzlich musste ich mich mit der Problematik des Blitz-Generators auseinandersetzen. Meine erste Blitzanlage musste ich mit Eis kühlen, da sie bei einer so hohen Belastung zu heiss wurde. Zum Glück löste Scoro S 32000 RFS 2 von Broncolor dieses Problem. Scoro ist einer der wenigen Blitzgeneratoren, der solch aussergewöhnliche Anforderungen erfüllen kann und gleichzeitig Farbtemperat